Bei allen Kunden und Geschäftspartnern möchten wir uns für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.Wir wünschen Ihnen, mit der kleinen Weihnachtsgeschichte, ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

„Der Geigenspieler vom Weihnachtsmarkt“

Am liebsten mag Pia auf dem Weihnachtsmarkt Benno, den Geigenspieler.Sie steht oft bei ihm und lauscht seiner Musik. Leider wirft kaum jemand eine Münze in den Hut auf Benno‘s Geigenkasten. Auch Benno scheint keine Freude an seiner Musik zu haben. Er blickt immer so traurig drein. „Warum lachst du nie?“, fragt Pia den traurigen Geiger. „Ich kann mich nicht freuen“, antwortet er. „Niemand mag meine Musik hören.“ „Bin ich niemand?“, fragt Pia empört. „Mir gefällt deine Musik und ich wünsche mir zu Weihnachten eine Geige. Das ist mein größter Wunsch.“ Jetzt lächelt Benno ein wenig und Pia wird mutiger. „Was ist dein größter Wunsch?“, fragt sie. Benno seufzt. „Meinen Wunsch kann man nicht in bunte Päckchen packen. Ich möchte so wunderschöne Musik machen, dass die Leute beim Zuhören für eine Weile ihre Sorgen vergessen.

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Auf einer Bühne möchte ich stehen, vor vielen tausend Leuten und alle sollen sich freuen. Das wäre schön! Aber leider“, fügt er leise hinzu, „ist das einer von den Wünschen, die nie in Erfüllung gehen.“ Er hebt die Geige und beginnt zu spielen. Ein Weihnachtslied, das traurig und sehnsüchtig klingt. Nachdenklich schlendert Pia später über den Weihnachtsmarkt. „Würde Benno’s größter Wunsch wirklich nie in Erfüllung gehen? Man müsste tausend Leute suchen“, überlegt sie. „Aber wie?“ Und weil ihr nichts Besseres einfällt, fragt sie jeden, den sie trifft: „Kennt ihr tausend Leute, die gerne schöne Musik hören und sich freuen möchten?“ Die Leute lachen nur. Aber die Bretzelfrau, die Benno‘s Musik auch über alles liebt, hat eine Idee. „Ich wüsste, wem man eine Weihnachtsfreude bereiten könnte“, sagt sie, „doch viele tausend Leute sind das nicht.“ „Egal“, sagt Pia. „Wenn sie sich nur freuen!“ Die Bretzelfrau nimmt ihren Korb und führt Pia zu einem hässlichen alten Haus mit einem hässlichen dunklen Hof in einer hässlichen engen Gasse nicht weit entfernt vom glitzernd bunten Weihnachtsmarkt. Es ist so hässlich und dunkel, dass Pia friert. „Und da leben Menschen?“ Pia ist erschrocken. „Hier gibt es bestimmt nicht viel zum Freuen.“ Das denkt die Bretzelfrau auch, denn sie sagt: „Hier könnt ihr mit eurer Weihnachtsmusik etwas Gutes tun.“ Pia nickt. „Bestimmt!“ Gemeinsam mit einigen Bewohnern des alten Hauses bauen sie in dem dunklen Hof eine kleine Bühne auf. Und die Kinder laufen jubelnd durch die enge Gasse und rufen: „Kommt heute Abend! Kommt alle! Im Hof gibt es wunderschöne Weihnachtsmusik!“ Das spricht sich schnell herum, und viele sagen: „Wir kommen gerne.“ Das hört auch der Bäcker am Ende der engen Gasse und ihm gefällt die Idee so gut, dass er große Körbe mit Brezeln, Brötchen, Lebkuchen und Weihnachtsplätzchen backt. Er sagt auch seinem Freund, dem Metzger, Bescheid und der hat auch einige Tüten voller Bratwürstchen für das Fest übrig.“ Ach, wenn Benno das erfährt,“ denkt Pia voller Vorfreude. „Der wird sich bestimmt riesig freuen.“ Benno staunt nicht schlecht, als Pia ihn später zu dem hässlichen alten Haus führt. „Doch was ist das?“ Viele Menschen aus dem Haus, aus der Gasse und aus der Stadt, Junge und Alte, Arme und nicht ganz so Arme, Zerlumpte und Vornehme, warten in dem gar nicht mehr hässlichen Hof, der vom Schein vieler Kerzen erhellt ist und alle rufen: „Fang an zu spielen, fang bitte an!“ Und dann fängt Benno an. Er spielt und spielt und er hat noch nie so gut gespielt wie an diesem Abend. Das finden auch seine Zuhörer, auch wenn es keine viele Tausend sind. Sie singen, tanzen und freuen sich. Ein Lächeln liegt auf ihren Gesichtern, so glücklich und froh, wie man es in dem dunklen Hinterhof schon lange nicht mehr gesehen hat.

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